Zweite Runde: zweiter Sieg und zweite Niederlage

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Nach einem etwas unnötigen spannenden 4:3 Sieg gegen UHT Uetigen II verloren die Griffins Muttenz-Pratteln das zweite Spiel denkbar knapp mit 2:3 gegen den UHC Burgdorf II.

Die zweite Runde führte die Griffins nach Schüpfen im Kanton Bern. Bei einer solch langen Anreise wollten sie natürlich unbedingt mit vier Punkten im Gepäck wieder nach Hause reisen. Entsprechend motiviert gingen sie die erste Partie gegen UHT Uetigen II an. Spielertrainer Lukas Martin war besonders heiss auf das Spiel, musste er doch während der ersten Runde noch wegen Trainingsrückstandes pausieren. Er legte los wie die Feuerwehr und erzielte bereits nach wenigen Sekunden einen sehenswerten Weitschusstreffer zum 1:0 für Muttenz-Pratteln. In der Folge konnten sich die Griffins vermehrt Chancen erarbeiten. Besonders der erste Block gefiel durch platzierte Distanzschüsse. Der Gegner blieb fast nur durch Gegenstösse und ebenfalls wenige Distanzschüsse gefährlich. Folgerichtig konnten die Griffins die Führung bis auf 3:1 ausbauen. Als den Spielern aus Muttenz und Pratteln in der zweiten Hälfte das 4:1 nach schöner Kombination gelang, deutete alles auf einen Sieg. In den letzten drei Minuten machte Uetigen jedoch nochmals richtig Druck und ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler. Trotz toller Leistung von Torhüter Raphi Ruch mussten die Griffins unter dem grossen Druck noch zwei Gegentreffer durch einen Weitschuss und einen unglücklichen Abpraller hinnehmen. Weil auch zwei Male der Empty Netter knapp verpasst wurde, blieb es bis zum Ende eine enge Kiste. Doch die Griffins retteten den knappen Vorsprung über die Zeit und sicherten sich zwei wertvolle Punkte.

Im zweiten Spiel des Tages bekamen es die Spieler von Griffins Muttenz-Pratteln mit dem rustikalen Spiel des UHC Burgdorf II zu tun. Sie waren gewarnt, dass der Gegner physisch bisweilen die Grenzen der Legalität auslotet. Umso mehr wollten sich die Griffins auf ein schnelles Kombinationsspiel fokussieren. Diese Vorgabe konnten sie wie bereits im ersten Spiel nach kurzer Spielzeit zum 1:0 umsetzen. Der Antwort aus Burgdorf folgte jedoch prompt, worauf das Spiel wieder bei Null beginnen konnte. Es kam zu einem Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Griffins Muttenz-Pratteln mit, vermehrt vom zweiten Block, teilweise schönen Kombinationen, Burgdorf mit schnellen und gefährlichen Gegenstössen. Besonders während dieser Phase war Torhüter Noah Mensch ein grosser Rückhalt für die teilweise wacklige Griffins Defensive. Der zweite Treffer gelang schliesslich den Griffins zur 2:1 Pausenführung: Tim Scheidegger verwertete einen schönen Querpass. In der zweiten Hälfte verstärkte Burgdorf die ruppige Gangart und brachte die Griffins so phasenweise aus dem Konzept. Konnten sie sich einmal schön im Slot freispielen waren sofort mehrere Burgdorfer Stöcke zur Stelle, welche den Ballführenden sehr hart attackierten. In dieser Phase verpassten es die kämpferischen Muttenzer und Pratteler Unihockeyaner die Führung auszubauen. Das lag zum einen an der mangelhaften Abschlussgenauigkeit, die meisten Schüsse gingen am Tor vorbei, und zum anderen an der unsanften Spielweise der Gegner. Gleich drei verletzungsbedingte Ausfälle hatten die Griffins in diesem Spiel zu beklagen: mit Beni Meier und Matthias Schmid die halbe Verteidigung, sowie mit Danilo Fabbri der beste Torschütze. So kam was kommen musste: wer die Tore vorne nicht macht, bekommt sie hinten. Mit einem schnellen Gegenstoss liess sich die Griffins Abwehr etwas gar leicht zum 2:2 Ausgleich übertölpeln. Und beim 3:2 Sonntagsschuss ins hohe Eck war auch Torhüter Noah Mensch chancenlos. Muttenz-Pratteln versuchte nochmals alles, nahm für die letzte Minute den Torhüter raus, alleine der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.

Was bleibt ist die verpasste Chance in der Tabelle einen Sprung nach vorne zu machen, sowie die Erkenntnis, dass sich die Griffins noch mehr steigern müssen, möchten sie in dieser Liga ein Wort mitreden. Auch in der vierten Liga gewinnt man keine Spiele, wenn die Schüsse den Weg nicht aufs Tor finden und das schnelle Passspiel von hinten heraus ausbleibt. Wir sind gespannt auf den nächsten Spieltag in drei Wochen. Es steht das Duell mit dem Tabellenführer aus Biel an, sowie das heisse „Derby“ gegen Moutier.

Bericht: Kaspar Giger

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